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Gezeiten von Körper und Geist
Samstag, 22. April 2017
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von Dr. Olaf Müller

Die Schwingung von Wasserständen an den Küsten und Tideflüssen wird weltweit besonders vom Stand des Mondes und der Sonne geprägt. Die Größe der Auslenkung der Schwingung wiederum bestimmt das Relief des Untergrundes. Dieses Naturprinzip findet sich auch im Tendoryu Aikido wieder.

Die Bewegung wird vom Körper und Geist bestimmt, lehrt Shimizu Sensei. Für einen Betrachter wirkt die gemeinsame Bewegung von Shite und Uke mühelos und harmonisch. Ein Geist existiert immer in Verbindung mit einem Körper. Körper und Geist werden durch das Üben geformt und durch Haltung geprägt.

Um das Gleichgewicht Ukes kontiniuerlich zu brechen, muss die Auslenkung der gemeinsamen Bewegung maximal sein. Die Energie dieser Gezeitenfolge beherrscht die gesamte Bewegung. Die Aufnahme des Angriffs wirkt sanft, das Fließen der gemeinsamen Kräfte verbindlich ruhig und die Fixierung bzw. der Wurf mächtig.

Um diese Gezeiten zu erleben, ist Sprache nicht erforderlich sondern gar hinderlich. Der Dialog findet durch fühlen, erkennen und üben statt. Damit erleben alle Aikidoka den gleichen Zugang zum Training.

Diese Merkmale sind eine Stärke des Tendoryu Aikido. Es liegt an uns die Merkmale zu nutzen und mit Freude zu erleben.